Im Jahr 1436 wird der Pauenhof erstmals urkundlich erwähnt. Dem Sprachgebrauch der jeweiligen Herrscherhäuser folgend, schrieb er sich mal mit „w“ – unter den Kurkölner Erzbischöfen hieß er Pauwen Gut –, mal ohne „w“ – Preußen und Franzosen waren für Pauen Gut. Eine Feder des Pfaus als namensgebendes Symboltier findet man seit 500 Jahren unverändert im Familienwappen. Auf dem Hof jedoch sucht man den Vogel vergebens. Dort ist seit einigen Jahrzehnten eine andere Tierart sesshaft...
„Etwas von allem“ hat es schon immer gegeben auf dem Pauenhof. „Die Landwirtschaft in der Fleuthniederung bei Issum war und ist vielseitig. Auf den sandigen Böden gedeihen Sonderkulturen, wie Spargel oder Erdbeeren. Auf den angeschwemmten Lössböden lässt sich bester Ackerbau mit Rüben und Getreide betreiben. Und Grünland fürs Milchvieh gibt es am Niederrhein ja ohnehin in großer Ausdehnung“, fasst Gutsherrin Elke Pauwen – mit „w“ – die Gegebenheiten zusammen, unter denen ihre Familie über die Jahrhunderte gewirtschaftet hat.
Mehr in LZ 51/52 2023 ab S. 61