Milchkühe müssen jederzeit ausreichend mit Wasser versorgt sein. Was es bei den Tränken und der Tränkewasserqualität zu berücksichtigen gilt, erklärt Prof. Dr. Barbara Benz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.
Kühe benötigen Wasser zur Milchproduktion und Thermoregulation. Entsprechend erhöht sich der Wasserbedarf mit steigenden Umgebungstemperaturen in Abhängigkeit von der Milchleistung deutlich, wie in der Grafik 1 zu sehen ist. Die direkte Folge ungenügender Wasserversorgung ist beispielsweise eine verminderte Futteraufnahme und daraus resultierend geringere Leistungen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit.
Wasser gilt als wichtigstes Futtermittel und sollte in ausreichender Menge und Qualität vorhanden sein. Gesetzliche Regelungen gibt es für Rinder nur innerhalb der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung für Kälber bis zum Alter von sechs Monaten. Hier ist verankert, dass über zwei Wochen alte Kälber Zugang zu Wasser in ausreichender Menge und Qualität haben müssen.
Laut Futtermittelhygieneverordnung ist für Milchkühe keine Trinkwasserqualität erforderlich. Das Tränkewasser darf nicht zu einer Kontamination der Tiere führen. Es sollte daher schmackhaft und verträglich sein.
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