Über den Melkstand kam Jürgen Petersen zum Gedächtnistraining und hat Tipps, die den Alltag nicht nur beim Lernen erleichtern. „Angefangen hat es bei einem Seminar“, blickt Jürgen Petersen auf die Anfänge seines Gedächtnistrainings zurück. Damals bewirtschaftete der Staatlich geprüfte Landwirt den elterlichen Milchviehbetrieb mit 200 Rindern im nordfriesischen Enge-Sande im Voll-
erwerb und wollte sich weiterbilden. Lernen, was man in der Schule nicht gelernt hatte. Dafür ging es zu den BUS-Kursen der Andreas Hermes Akademie (AHA). In der Seminarreihe, die sich über drei Jahre zog, lernte er viel Inte-ressantes und Relevantes für sich persönlich und seinen Betrieb. Doch sein Leben hat sicher nichts so sehr beeinflusst wie der halbe Tag zu Gedächtnistechniken. „Damals kannte das kein Mensch, man sah höchstens mal bei Wetten, dass …?, dass sich jemand 1 000 Zahlen merkte, aber das war mehr in der Zaubereiecke verortet“, erinnert sich der 56-Jährige. Als im Seminar dann die Aufgabe kam, sich 10 Dinge zu merken, erkannte Jürgen Petersen sofort den Bezug zu seinem Landwirtsleben: „Ich stehe im Melkstand, habe nasse Hände und es geht mir durch den Kopf, dass ich nachher noch das und das und das erledigen, den und den und den anrufen muss, und wenn man den Steuerberater am Telefon hat, darf man nicht vergessen, den und den und den Punkt abzuklären. Das war eine klassische Herausforderung bei mir“, schmunzelt er, denn damals war es für ihn selbstverständlich, einiges davon wieder zu vergessen.
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