… lautete das Fazit, das ein bayerischer Gast zu der Podiumsdiskussion zog, die der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) am Montag in Brüssel organisiert hatte. Teilnehmer der Diskussion waren Sarah Wiener, EU-Abgeordnete der Grünen und Berichterstatterin für den Vorschlag einer Pflanzenschutzverordnung (SUR) der Kommission, Ale-xander Bernhuber, Schattenbericht- erstatter für die Fraktion der Europäischen Volksparteien, Ministerialdirektor Dr. Burkhard Schmied aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung sowie Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen stellte zuvor in einem Impulsvortrag die Frage: „Der Vorschlag zur EU-Pflanzenschutzverordnung – gutes Ziel, falscher Weg?“ Dass an der Kommissionsvorlage manches nicht ausgegoren sei und nachgearbeitet werden müsste, machten die zahlreichen Wortbeiträge und Nachfragen der angereisten Landwirtinnen und Landwirte aus dem ganzen Rheinland deutlich. Manche Frage blieb allerdings offen, da sie an die EU-Kommission zu richten gewesen wäre, die den Vorschlag zur SUR ausgearbeitet hatte. Eine hochrangige Vertreterin der federführenden Generaldirektion Lebensmittelsicherheit, die ebenfalls geladen war, sagte ihre Teilnahme an der Veranstaltung ab, ohne Gründe zu nennen oder einen Ersatz zu stellen. So fehlte ein wichtiger Part in dem lebhaften Schlagabtausch, der in Brüssel dennoch nicht ohne Nachhall bleiben dürfte. Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten LZ Rheinland.
ds