Bei Buchführungsergebnissen richten sich alle Blicke auf den Gewinn. Doch davon muss noch vieles bezahlt werden. Was bei den Berechnungen zu berücksichtigen ist und wie die Ergebnisse im Vergleich einzuordnen sind, beschreiben Jürgen Boerman und Ulrike Lemke, Landwirtschaftskammer NRW.
Wie viel Geld bleibt für Investitionen? Wie hoch sind die Privatausgaben in der Landwirtschaft im Vergleich zu privaten Haushalten? Der Gewinn oder das Unternehmensergebnis ist nicht das, was in Familienbetrieben übrig ist. Denn davon sind die gesamten Privatausgaben, die Tilgung betrieblicher und privater Darlehen sowie Investitionen zu tätigen. Ist ein finanzieller Spielraum vorhanden, bietet es sich an, eventuell ausgesetzte Tilgungsraten bei Darlehen zu begleichen und vorhandene Sondertilgungsmöglichkeiten auszuschöpfen. In besseren Jahren ist man auch mit der Bildung von Rücklagen gut beraten, um die höheren Steuerzahlungen in den Folgejahren bezahlen zu können.
Zur Einordnung der Ergebnisse eignen sich zum Beispiel Betriebsvergleiche mit ähnlichen Betrieben. Dabei gilt die Devise: Ein Jahr ist kein Jahr. Denn nur mehrjährige Durchschnittsergebnisse erlauben angesichts unbeständiger Märkte und Extremwetterlagen eine verlässliche Aussage zur Wirtschaftskraft eines Hofs.
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