Nicht der Preis entscheidet, ob ein Präsent gut ankommt, sondern die Freude, die wir damit bereiten. Oft ist weniger mehr. So auch bei Weihnachtsgeschenken für die Kinder, meint Diplom-Psychologin Svenja Lüthge. Hier verrät sie, was die Kleinen wirklich glücklich macht und warum in diesem Jahr zum Fest alles etwas anders ist.
Lukas ist drei Jahre alt und freut sich schon sehr auf Weihnachten. Er ist ein Fan der animierten Kinderfernsehserie „Bob der Baumeister“. Zu dieser gibt es im Handel verschiedene Duplo-Spielzeugbaukästen. Nichts wünscht sich Lukas sehnlicher als einen Bagger-Baukasten. Den Wunsch gibt seine Mutter an die Großeltern weiter. Diese legen am Heiligabend acht große Pakete unter den Tannenbaum. Sie haben es gut gemeint und für ihren Enkel neben dem Bagger gleich die komplette Baukastenserie erworben. Nun verstehen sie nicht, warum Lukas traurig und mit Tränen in den Augen vor dem riesigen Geschenkeberg steht. Doch der Junge fragt sich nur eines: Wo ist mein Bagger? Seine Mutter greift ein, fischt aus dem Stapel den Bagger-Baukasten heraus, legt die anderen Pakete außer Sichtweite und bittet Opa, gemeinsam mit Lukas den Bagger aufzubauen. Schon wenig später ist der Kleine zufrieden ins Spiel vertieft. Die Großen atmen erleichtert auf. Weihnachten ist gerettet.
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