Den Kartoffeln auf der Spur

Foto: Hildegard Geurtz

An einem Samstagnachmittag trafen sich kürzlich die Landfrauen Hülm-Helsum auf dem Familienbetrieb Lörks in Niederhelsum, Weeze. Schnell wurde deutlich, wie interessiert die Frauen waren und sich mit Fragen einbrachten. Betriebsleiter Michael Lörks erläuterte die Betriebsentwicklung, berichtete über den Anbau von Industriekartoffeln, die Lagerung und den Absatz. Familie Lörks hat sich vor gut zehn Jahren zur Aufgabe der Milchviehhaltung und später auch der Bullenmast entschieden und sich auf den Anbau von Kartoffeln spezialisiert. Später kam der Kartoffelhandel hinzu. Michael Lörks zeigte auf, dass die schonende Behandlung der Kartoffeln wichtig ist.

 

Von den sieben in diesem Jahr im Betrieb angebauten Sorten sind vier Lagersorten und die anderen drei werden nach dem Roden direkt zur Verarbeitung geliefert. In der Lagerhalle standen die Landfrauen vor unzähligen Knollen und konnten die Lagerbedingungen wahrnehmen. Aktuell waren es dort 7 bis 7,5 °C. Die Temperatur und die Luftfeuchte sind neben einer maximalen Schütthöhe von 4,5 m die wichtigsten Parameter, um die Qualität der Ware zu erhalten. Niedrigere Temperaturen würden die Back- und Frittierqualität verringern, erläuterte der Betriebsleiter. In der bereits leeren Lagerhalle konnten die Besucherinnen einen selbstfahrenden 16 m langen Roder bestaunen.

 

Senior-Chefin Monika Lörks machte noch mal deutlich, dass die gesetzlichen Vorgaben für die Landwirtschaft oft schwierig umzusetzen sind und die übertriebene Dokumentation zeitraubend ist. Moderne Landwirtschaft sei jedoch daran interessiert, hochqualitative Lebensmittel zu produzieren mit geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Ausgefeilte Technik mache dies möglich. Auch Peter Lörks beteiligte sich an den Ausführungen, wenn er nicht als helfende Hand im Betrieb tätig war.

 

An der festlich gedeckten Kaffeetafel in der Werkstatt bei Kaffee und Kuchen fand ein reger Austausch statt und beendete die Besichtigung des Kartoffelbetriebs in der Nachbarschaft. Frag doch mal den Landwirt, was er wie warum macht! Die Landfrauen Hülm-Helsum haben es getan und detaillierte sachkundige Antworten bekommen.

 

Hildegard Geurtz