Über die Kalkdüngung werden dem Boden die wichtigen Nährstoffe Calcium und Magnesium zugeführt, die essenziell für einen gesunden Boden und damit auch für das Pflanzenwachstum sind. Uwe Kalthoff und Jonas Seegers, Landwirtschaftskammer NRW, stellen einen Versuch auf einem Modellbetrieb der Wasserrahmenrichtlinie vor, bei dem die Wirkung des Kalks auf den pH-Wert des Bodens untersucht wurde.
Liegt für einen Standort ein zu niedriger pH-Wert im Boden vor, kann es dazu kommen, dass bestimmte Nährstoffe festgelegt werden und die Pflanze sie nicht aufnehmen kann. Gleichzeitig wird die Bildung von Ton-Humus-Komplexen reduziert, wodurch keine stabilen Bodenkrümel gebildet werden, was die Bodengare beeinträchtigt.
Aufgrund der vielfältigen Wirkungen von Kalk stellt der für einen bestimmten Standort anzustrebende pH-Wert einen Kompromiss dar, um die optimale Nährstoffverfügbarkeit, Bodengare und biologische Aktivität zu gewährleisten. Der richtige pH-Wert hängt von der Bodenart, dem Humusgehalt und der Art der Nutzung ab. Je schwerer ein Boden, desto höher fällt der anzustrebende pH-Wert aus. Leichte Böden sind häufig von Nährstoffauswaschungen in den Unterboden betroffen und müssen daher regelmäßiger gekalkt werden.
Mehr in LZ 26-2024 ab S. 27