Im letzten Herbst waren die Wirkungsbedingungen für Bodenherbizide optimal. In Kombination mit einem konkurrenzfähigen Rapsbestand konnten die Unkräuter gutkontrolliert werden. Konnte der Raps, zum Beispiel aufgrund von Kohlhernie, nicht ausreichend mithelfen, waren hingegen alle Herbizidstrategien überfordert. Günter Klingenhagen und Ferdinand Falke, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, erläutern Strategien und fassen zusammen, welche Veränderungen es zum Herbst 2016 am Herbizidmarkt gibt.
Mit Clearfield-Clentiga wurde ein zweites Herbizid für den Einsatz in Clearfield-Sorten zugelassen. Es wird mit 1 l/ha plus 1 l/ha Dash eingesetzt. Enthalten sind die Wirkstoffe Quinmerac (250 g/l) und Imaxamox (12,5 g/l). Im Vergleich zum bekannten Clearfield-Vantiga fehlt das über den Boden wirkende Metazachlor. Die Strategie ist auf eine Zweifachbehandlung angelegt. Zunächst wird zum Beispiel ein metazachlorhaltiges Bodenherbizid vorgelegt. Die Nachlage mit Clentiga erfolgt dann zum 4- bis 6-Blattstadium des Rapses. Auf diese Weise werden die Wirkstoffe effektiver eingesetzt. Es ist zu beachten, dass maximal 250 g/ha Quinmerac eingesetzt werden dürfen. Eine Vorlage mit Quinmerac-haltigen Herbiziden scheidet somit aus. Quinmerac ist in den Mitteln Butisan Gold, Katamaran Plus, Butisan Top und Fuego Top enthalten. Clearfield-Clentiga ist auch für den Einsatz im Frühjahr zugelassen worden. Zu diesem Zeitpunkt sind die Unkräuter für eine effektive Bekämpfung aber in der Regel zu groß.
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