Den Wert der Produkte vermitteln

Foto: Jörg Meyer/Ernährung-NRW e. V.

Die Bedeutung einer starken heimischen Land- und Ernährungswirtschaft ist in den letzten beiden Jahren noch sichtbarer geworden. Nordrhein-Westfalen zählt zu den drei wichtigsten Agrarstandorten Deutschlands. Themen wie Nah- und Selbstversorgung, Regionalität und regionale Vermarktung, aber auch andere Zukunftsthemen sind von besonderer Bedeutung, mit denen sich der Verein Ernährung-NRW beschäftigt und Unternehmen eine effiziente Vermarktungs- und Absatzförderungsplattform bietet.

 „NRW hat eine bedeutende und zentrale Ernährungswirtschaft, die in den letzten beiden Jahren den Stresstest bestanden hat“, betonte Dr. Jan Dietzel, Abteilungsleiter Landwirtschaft, Gartenbau und Ländliche Räume im Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium, in seinem Grußwort bei der Eröffnung der dritten „Langen Nacht der Ernährung“ des Vereins Ernährung-NRW am 4. Mai in Münster. Allerdings blieben die Herausforderungen durch die Ukrainekrise bestehen, die die eingeschränkte Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe bedingt und zu Preiserhöhungen führte. Dennoch sei die Versorgung mit Mehl, Öl und anderen Lebensmitteln gesichert. Aktuelle Herausforderungen, denen sich die Ernährungswirtschaft auch mittel- und langfristig stellen muss, seien Tierschutz und Klimaschutz. „Daran führt kein Weg vorbei“, so Dietzel. Er unterstrich die besondere Rolle des Vereins Ernährung-NRW mit seiner Beratungs- und Vernetzungsfunktion und die enge Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen.

Wie die Zukunft der Ernährungswirtschaft gemeinschaftlich gestaltet werden kann, erklärte der Vorsitzende, Vereinsvorstand Andreas Heinz: „Die Butterpreise liegen bei über 3 €. Kosten für Energie, Dünger und Futter betreffen nicht nur die Milchindustrie. Preise für Kartons, Weißblech, Glas und andere Rohstoffe steigen und führen dazu, dass auch die Handelsunternehmen auf Margen verzichten müssen, um leere Regale zu vermeiden.“ Jetzt sei es wichtig, dass Erzeuger, Hersteller und Handelsunternehmen kooperierten und den Kundinnen und Kunden den Wert ihrer Produkte vermittelten, so Heinz.

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