Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) startet im Jahr 2019 mit der bislang höchsten Beteiligung in ihrer 93-jährigen Geschichte. 1.750 Aussteller aus 61 Ländern präsentieren sich vom 18. bis 27. Januar auf der globalen Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Die offiziellen internationalen Beteiligungen erreichen mit 36 Länderpräsenzen einen neuen Höchststand. Bundespräsident Steinmeier, Bundeskanzlerin Merkel und rund 70 Landwirtschaftsminister aus aller Welt werden auf dem Berliner Messegelände erwartet. Die Bundesregierung zeigt mit drei Sonderschauen des Landwirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltministeriums Flagge. Finnland ist bei seiner 25. Jubiläumsbeteiligung das erste nordische Partnerland der IGW. Das nördlichste Agrarland der EU, das im 2. Halbjahr 2019 die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen wird, stellt in Halle 10.2 unter dem Motto „Aus der Wildnis“ erstmals in großer Vielfalt Produkte aus der arktischen Landwirtschaft vor.
Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Die Grüne Woche zeigt sich mit neuem Allzeithoch bestens aufgestellt für die Anforderungen und Herausforderungen des Marktes. Sie ist die globale Leitmesse des internationalen Agribusiness‘. Für die Fachwelt ist sie das bedeutendste agrarpolitische Event.“
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV): „Landwirtschaft geht alle an. Wir Landwirte schauen verhalten optimistisch, aber auch mit einem klaren Blick für politische Unsicherheiten auf die kommenden Monate. Umbrüche in der deutschen Politik, aber vor allem in Europa vor den Wahlen und nicht zuletzt der Brexit können die Landwirtschaft empfindlich treffen. Der Anspruch, Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft zu stellen, bewegt die Bauernfamilien in diesem Jahr mehr denn je. Nur gemeinsam können wir es schaffen, die Kluft zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen und den damit verbundenen Kosten zu überbrücken. Um die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern, müssen wir gleichzeitig die Marktpartner und die Verbraucher mit einbinden. Es geht für unsere Branche inzwischen um nichts weniger als um den Erhalt des Standorts Deutschland. Gute Rahmenbedingungen sind nicht nur wichtig für den Erfolg der deutschen Landwirtschaft, sondern auch für ein gutes und vielfältiges Angebot aus heimischer Erzeugung unter hohen Standards. Nie zuvor in der Geschichte ist die Landwirtschaft ihrer gesellschaftlichen Aufgabe, der sicheren Versorgung Aller mit günstigen und hochwertigen Nahrungsmitteln aus nachhaltiger Produktion so erfolgreich gerecht geworden wie heute. Darauf sind wir stolz und daran werden wir weiter arbeiten.“