Die relative Ertragssicherheit des ersten Schnitts und das fehlende Wissen, was der weitere Verlauf des Jahres noch an Ertrag bringt, drängen dazu, den Tieren vom ersten Schnitt so viel wie irgendmöglich später in bester Qualität im Trog vorlegen zu können. Hinweise zu den wichtigen Punkten, die bei der Erzeugung hochwertiger Grassilage zu beachten sind, gibt Dr. Klaus Hünting, Landwirtschaftskammer NRW.
Die in den vergangenen Jahren gehäuft auftretende Sommertrockenheit hat gezeigt, dass der erste Schnitt häufig der ertrag- und energiereichste des Jahres ist. Niederschläge und geringe Verdunstungsraten in den ersten vier Monaten eines Jahres sorgen dafür, dass sich im ersten Schnitt Erträge von 25 bis 30 dt Trockenmasse/ha Dauergrünland relativ sicher erreichen lassen. Während diese Menge in einem feuchten, wüchsigen Jahr wie 2021 lediglich zwischen 25 und 30 % des Jahresertrags ausmacht, kann der gleiche Ertrag bei fehlendem oder geringem Niederschlag im weiteren Verlauf der Vegetationsperiode schon bis über 40 % des Gesamtertrags darstellen.
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