Der größte Lohn ist die Freude

Foto: Sabine Aldenhoff

Vor ihrer Kreativität und Fingerfertigkeit ist so gut wie nichts sicher: Susanne Derrix sammelt Dinge, die andere wegwerfen würden oder gar nicht wahrnehmen. Mit Ideenreichtum und viel Liebe zum Detail bastelt sie etwas Neues daraus – neudeutsch Upcycling. In ihrem Materiallager finden sich Schrott, Holz, Stoffe, Papiere, Steine, Porzellan und Glas, auch als Scherben, Farben, Verpackungsmüll und vieles mehr. Die Landfrau aus Kerken hat die Gabe, in den Dingen etwas Neues zu sehen, insbesondere wenn die Lieferanten ihr noch eine Geschichte dazu erzählen. So entstehen Kunstwerke und Alltagsgegenstände, die einzigartig sind und häufig zum Schmunzeln anregen.

„Schon immer habe ich gerne gewerkelt und gebastelt – meine erste Nähmaschine bekam ich mit zehn Jahren“, erzählt die 59-Jährige von ihren Anfängen. „Geprägt wurde ich sicherlich durch meine Familie, in der stets gesammelt, repariert und wiederverwendet wurde.“ Die gelernte Arzthelferin war als Hausfrau und Mutter ehrenamtlich sehr aktiv, unter anderem leitete sie die Bücherei ihres Heimatdorfes. Bei Freunden und Nachbarn war sie immer schon dafür bekannt, dass sie aus alten Dingen neue Sachen macht – so nannte sie sich schließlich „Die Sachenmacherin“. 2015, als ihre drei Kinder längst ihre eigenen Wege gingen, beschloss sie, ein kleines Gewerbe anzumelden und ihre freie Zeit fortan ganz ihrer Leidenschaft zu widmen.

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