Durch die Corona-Pandemie sind Videomeetings zu einem beliebten Kommunikationsmittel geworden. Doch infolge langer und zahlreicher virtueller Meetings stellen sich bei manchen Teilnehmenden Müdigkeit und Konzentrationsprobleme ein. Was können sie dagegen tun?
Ab dem Frühjahr 2020 kamen plötzlich neue Herausforderungen auf Petra Poethke zu. „Ich bin Assistentin der Geschäftsführung bei einem international tätigen Desinfektionsmittelhersteller. Während des ersten Lockdowns ging es mit den Videomeetings rasant los“, berichtet die 56-Jährige. Etliche ihrer Kollegen seien ins Homeoffice gewechselt, während sie mit dem Geschäftsführer im Büro die Stellung hielt. So fand die Unternehmenskommunikation zum großen Teil online statt. Aber nicht nur im Beruf, auch im Ehrenamt häuften sich virtuelle Termine. Als Vorsitzende eines Landfrauenvereins hielt sie digital Kontakt zu ihren Vorstandsdamen. Parallel lief ebenfalls bei den Landfrauen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene der Austausch immer öfter online. Außerdem besuchte sie dort nach einiger Zeit digitale Facharbeitskreise und Webinare. „Sogar meine zwei Yogakurse fanden irgendwann im Netz statt“, ergänzt sie schmunzelnd.
Bei ihrem Vorstoß in die digitale Welt sah sie sich mit verschiedenen Anbietern wie Skype, MS Teams, Zoom, Cisco, GoTo oder BlueJeans konfrontiert. „Ich musste mich erst in die jeweiligen Videokonferenz-Apps reinfuchsen, viel nachlesen und andere fragen. Weil ich technikaffin bin, gelang mir das schnell, obwohl es mit der Technik anfangs noch nicht überall rundlief“, blickt sie zurück. Inzwischen habe sich alles prima eingespielt. Insgesamt nehme sie geschätzt an bis zu 15 Videomeetings pro Woche teil. „Das kann schon ermüdend sein, insbesondere bei einer ‚Frontbeschallung‘, wenn ich nur zuhöre und gucke und selbst nicht aktiv bin“, gibt sie zu bedenken.
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