BMLEH-Ernährungsreport hat Einkaufsverhalten abgefragt
Die Deutschen achten beim Einkauf von Lebensmitteln wieder vermehrt auf den Preis. Das zeigt der diesjährige Ernährungsreport des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH). Bei der repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa zum mittlerweile zehnten Mal durchgeführt hat, gaben 59 % der Befragten an, dass der Preis für sie ein wichtiges Kriterium für die Auswahl von Lebensmitteln ist. 2015 – dem Jahr, in dem erstmals in diesem Rahmen das Ess- und Einkaufsgewohnheiten der Bundesbürger abgefragt wurde – hatten das zwar auch 58 % angegeben. Allerdings war der Wert anschließend signifikant gesunken; am niedrigsten war er 2020 mit 46 % gewesen.
Bei der Befragung zum Ernährungsreport waren neben dem Preis der Geschmack, Saisonalität bei Obst und Gemüse und mit jeweils 77 % auch Regionalität und die Art der Tierhaltung einkaufsentscheidend. 65 % gaben an, dass sie beim Einkauf von Lebensmitteln immer beziehungsweise meistens auf ein Tierwohllabel achten, das Fleisch aus besonders tiergerechter Haltung kennzeichnet. 62 % der Befragten schauen eigenen Angaben zufolge auf das Regionalfenster und etwa die Hälfte auf das Biosiegel. Mit Blick auf die persönlichen Erwartungen an landwirtschaftliche Betriebe gaben 59 % der für den Ernährungsreport Befragten an, dass ihnen eine artgerechte Tierhaltung wichtig ist. Allerdings ist dieser Wert im Zeitverlauf gesunken – 2016 hatten dies noch 70 % der Deutschen als sehr wichtig gerankt.
Der Nutri-Score wird immer bekannter. Wie der Ernährungsreport 2025 belegt, haben die fünfstufige Skala mittlerweile 90 % schon einmal auf einer Packung wahrgenommen. Bei der Einführung vor fünf Jahren waren es gerade einmal 44 %. 35 % der Befragten gaben an, den Nutri-Score gezielt für den Vergleich von Produkten zu nutzen.
AgE