Der richtige Saattermin gegen Unkräuter

Foto: Günter Klingenhagen

Der Saattermin bestimmt, ob im Herbst ganz auf eine Unkrautbekämpfung verzichtet werden kann oder ob selbst zwei Maßnahmen am Ende nicht ausreichen, um Ungräser in den Griff zu bekommen. Welche Mittel geeignet sein können und ob die Saattermine überhaupt noch zeitgemäß sind, erläutert Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Ein Verzicht auf Herbizide ist sinnvoll, wenn der Boden nach der Ernte von Rüben, Kartoffeln oder Möhren ohne Struktur ist. Die gesiebte Erde verschlämmt und/oder erodiert leicht. Aufgebrachte Herbizide würden Auflaufschäden durch Sauerstoffmangel verstärken oder mit dem Boden aus dem Acker verfrachtet. Die genannten Früchte bedingen, dass das nachfolgende Getreide nicht zu früh in den Boden kommt. Entsprechend gering ist der Unkrautauflauf. Traditionell werden Rüben auf Gau-, Löss- und milden Lehmstandorten angebaut. Auf diesen Böden sind Bodenherbizide sehr effektiv und auch mit Striegel und Hacken lässt sich auf diesem Untergrund erfolgreicher arbeiten als auf tonigen oder steinigen Böden. Über die Kombination aus mildem Boden, Anbau von Hackfrüchten und moderaten bis späten Saatterminen ist die Unkrautbekämpfung unproblematisch. Je nach Vorfrucht und Saattermin reicht eine Herbst- oder eine Frühjahrsbehandlung zur Kontrolle von unerwünschten Pflanzen aus.

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