Der runde Tisch für Milch in Schule und Kita

Foto: LV Milch NRW

Das Schulmilchangebot an pädagogischen Einrichtungen ist eingebrochen. Für viele Bildungseinrichtungen in NRW ist ein Bezug von Milch nicht mehr möglich. Ein Grund für die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW (LV Milch NRW), über das Thema Milch in der Schule zu sprechen und am runden Tisch nach Lösungen zu suchen.

Zu Gast bei der Hofmolkerei Volle Kanne in Drolshagen, welche sich gerne auf diesem Markt als regionaler Anbieter für Milch in der Schule positionieren möchte, gab es für Akteure aus Politik, Schule, Kindergarten und Erzeuger die Gelegenheit zu einem konstruktiven Austausch. Für alle Akteure stand fest: Milch gehört als Grundnahrungsmittel in die tägliche Ernährung von Kindern! Deshalb sollte die tägliche Portion Milch als Zwischenverpflegung in Kindergarten und Schule auf Wunsch erhältlich sein, damit Kinder durch eine ausgewogene Ernährung gesund aufwachsen und den Lernanforderungen der Bildungseinrichtungen entsprechen können. Wie also können Bildungseinrichtungen und regionale Anbieter besser zusammenkommen und Schulkinder wieder von einer täglichen Milchportion profitieren? Hans Stöcker, Vorsitzender der LV Milch NRW bekräftigte, dass dieser Termin vor Ort einen Auftakt zu einer Reihe von Gesprächen in ganz NRW darstellen soll, um Lösungen zu erarbeiten. „Unsere heutige Botschaft lautet: Lasst uns intensiv über Milch in Schulen sprechen, zum Wohle der Kinder!“

„Der Verbrauch von Milch in der Schule ist in Deutschland und NRW rückläufig“, so Frank Maurer, stellvertretender Geschäftsführer der LV Milch NRW. „Ge-rade Nordrhein-Westfalen als verbraucherstärkstes Bundesland mit einer Vielzahl von schulischen Bildungseinrichtungen und einer langen Schulmilch-Tradition kommt hier eine besondere Verantwortung zu“, betonte MdB Florian Müller. Für Bianca Winkelmann, MdL NRW, ist es wichtig, dass in Ergänzung zu einem Milchangebot in der Schule insbesondere die Ernährungs-bildung mit dem Ziel, Ernährungskompetenzen zu vermitteln, im Fokus steht. Auch Jochen Ritter, MdL NRW, bekräftigt, dass gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeitsthemen ein Austausch zwischen Stadt und Land gefördert werden muss. „Ansätze, Lösungen aus der Region zu suchen und damit den ländlichen Raum zu stärken, sind hierbei besonders wertvoll“, so Ritter. Er unterstrich den Wert der Milch und ihre he­­rausragende Bedeutung als regionales Lebensmittel. Die Vertreterinnen aus Schule und Kindergarten wünschen sich eine unkomplizierte, unbürokratische und langfristig angelegte Milchbelieferung von pädagogischen Einrichtungen. „Eine tägliche Portion Milch wird dazu beitragen, unsere Kinder flächendeckend mit wichtigen Nährstoffen im Rahmen der Pausenverpflegung zu versorgen“, erläuterte Petra Schmidt, Rektorin der Gräfin-Sayn-Schule Drolshagen.

Die Besichtigung der neuen Hofmolkerei Volle Kanne der Familien Alterauge und Engels/Bieker sowie der Familie Dornseifer als Handels- und Logistikunternehmen zeigt, dass das Unternehmen in den Startlöchern steht, um sich auf dem Markt zu positionieren und gerade auch Bildungseinrichtungen mit ihren regionalen Produkten Joghurt und Milch zu beliefern.

Fazit: Facettenreicher Dialog mit Blick aus unterschiedlichen Perspektiven führt zu konstruktiven Lösungsansätzen. Milch in die Schule zu bringen ist wichtig – darüber muss mehr gesprochen werden!