Der Wolf in der öffentlichen Meinung

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Die Bevölkerung in Niedersachsen unterstützt die Forderungen der heimischen Weidetierhalter zum Thema Wolf. Das belegt zumindest eine aktuelle Studie im Auftrag des Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement, deren Ergebnisse am Montag vergangener Woche an Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies übergeben worden sind. Demnach sehen 72 % der Befragten die Probleme, die durch den Wolf für die Weidetierhaltung entstehen. Fast zwei von drei Befragten sind der Meinung, dass Wölfe geschossen werden müssen, wenn diese wiederholt Nutztiere reißen.

Insgesamt 70 % unterstützen eine Bestandskontrolle der Wolfspopulation, 83 % das Fernhalten von Wölfen aus Landschaften, die nicht sicher eingezäunt werden können. Wie der Vize-präsident des Landvolkes Niedersachsen, Jörn Ehlers, stellvertretend für alle Mitglieder des Aktionsbündnisses hervorhob, hat es zuvor keine greif- und belegbaren Daten zum öffentlichen Meinungsbild zum Umgang mit Wölfen gegeben. Der Landesregierung werde das nun vorliegende repräsentative Bild der öffentlichen Meinung bei zukünftigen Entscheidungen hoffentlich Rückenwind geben, um die nächsten notwendigen Schritte zu einem aktiven Wolfsmanagement zu gehen.

Lies betonte, dass der Wolf seinen Platz in der Natur haben solle. Die Studie mache aber deutlich, dass die klare Mehrheit dem Wolf da Grenzen aufzeigen wolle, wo vermehrt Weidetiere gerissen würden oder sich Wölfe zu nah an Ortschaften aufhielten. Für die repräsentative Studie wurden von Ende Mai bis Anfang Juni vom Berliner Meinungsforschungsinstitut „pollytix“ mehr als 1 000 Wahlberechtigte ab

18 Jahren in Niedersachsen online befragt. Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichte jetzt aktuelle Zahlen zum Wolfsbestand in dem Bundesland. Gegenwärtig hätten dort insgesamt 14 Rudel, ein Wolfspaar und fünf Einzelwölfe feste Territorien. Damit sei die Zahl der Territorien im Vorjahresvergleich um vier gestiegen.

AgE