Deula baut Tagungszentrum und Gästehaus

Foto: Christiane Närmann-Bockholt

Baukräne und Baufahrzeuge prägen das Bild bei der Deula am Krefelder Weg in Kempen schon seit einiger Zeit. Bereits Form angenommen hat der Rohbau eines zweigeschossigen Gebäudes, das als neues Regionalzentrum der Landwirtschaft vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) zusammen mit Partnern realisiert wird und künftig neben der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen und der Parta-Steuerberatungsgesellschaft weiteren landwirtschaftsnahen Einrichtungen Raum bieten wird.

Seit Juni wird auch in direkter Nachbarschaft auf dem Gelände der Deula Rheinland GmbH gebaut. Die Bodenplatten sind angelegt und weisen da­rauf hin, dass hier zwei Gebäudekomplexe entstehen. „Uns fehlen zusätzliche Kapazitäten für die Unterbringung der Lehrgangsteilnehmer, deshalb bauen wir ein neues Gästehaus mit 42 Einzelzimmern“, erläuterte Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deula Rheinland GmbH, im Rahmen eines Pressegesprächs am Dienstag letzter Woche. „Daneben errichten wir ein Tagungsgebäude mit variabel nutzbaren Seminarräumen, in dem bis zu 130 Tagungsgäste Platz finden“, führte Werring weiter aus. Die Investitionssumme für beide Deula-Neubauten werde rund 3,5 Mio. € betragen.

Die Deula Rheinland GmbH hat seit 1952 ihren Sitz in Kempen. Träger sind neben der Landwirtschaftskammer NRW der RLV, der Landesverband Gartenbau Rheinland, der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer sowie der Green­keeper Verband Deutschland. Einst die klassische Landmaschinenschule für Landwirte und Gärtner hat sich die Deula Rheinland längst zu einem Bildungszentrum rund um die Technik in den Grünen Berufen und verwandten Berufsfeldern entwickelt. „Einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hi­naus hat sich die Deula Rheinland als Weiterbildungsstätte für Fachkräfte auf Golfplätzen und in Sportstadien erworben“, hob Werring hervor.

Im letzten Jahr fanden an der Deula Rheinland 468 Kurse mit 6 670 Teilnehmern und insgesamt knapp 30 000 Teilnehmertagen statt. Die Vorbereitung, Durchführung und Weiterentwicklung der Lehrgänge erfolgen überwiegend durch eigene Fachkräfte, die als technische Lehrkräfte qualifiziert sind. Insgesamt beschäftigt die Deula Rheinland in Kempen 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angeboten werden Lehrgänge, von der Tagesveranstaltung bis zum vierwöchigen Kurs, für unterschiedliche Qualifizierungen und verschiedene Berufe. Genutzt wird die Bildungseinrichtung von Gärtnern, Landwirten, Straßenwärtern, Fachkräften für Rohr-, Kanal- und Industrieservice, Fachkräften für Agrartechnik, Greenkeepern und Schädlingsbekämpfern.

Geleitet wird die Bildungseinrichtung seit nunmehr 24 Jahren von Dr. Karl ­Thoer. Der langjährige Geschäftsführer habe damit „maßgeblichen Anteil am Erfolg der Deula Rheinland“, machte Kammerpräsident Werring deutlich. Zum Jahresende wird Thoer in den Ruhestand verabschiedet und die Geschäftsführung an seinen Nachfolger übergeben. Die Geschicke der Deula Rheinland leiten wird künftig Gerd Krewer, der derzeit ein bischöfliches Tagungs- und Bildungszentrum in Essen leitet und zuvor praktische Erfahrungen, unter anderem in der Molkereiwirtschaft sowie in berufsständischen Verbänden und Organisationen, gesammelt hat. „Es wird einen nahtlosen Übergang in der Geschäftsführung geben“, führte Werring aus. Und man sei damit den zahlreichen Aufgaben gewachsen, die im Rahmen der Weiterentwicklung der Deula Rheinland in den nächsten Jahren anstehen. cnb