Dass Vertreter eines Tierschutzvereins mit Schweinehaltern und Vermarktern unaufgeregt über zukünftige Wege der Schweinehaltung diskutieren, hat Seltenheitswert. Genau das beschreibt den Fachausschuss „Schweine“ des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) am Dienstag vergangener Woche.
Auch wenn sich die Preise für Schweinefleisch derzeit auf Rekordniveau befinden – es gibt immer noch genügend Aufgaben, denen sich die Branche stellen muss. Egal ob Kastration, Tierwohllabel, Ringelschwanz oder Kastenstand – allen Themen ist eins gemeinsam: Wünsche hierzu sind schnell gesagt, die Umsetzung geht beim besten Willen aber nicht sofort. Dass auch Einigkeit zwischen den Gruppen herrschen kann, zeigt die Impfung gegen Ebergeruch mit Improvac.
„Viele Tierschutzexperten sprechen sich für das Verfahren aus, da die Tiere unversehrt bleiben“, erklärt RLV-Referentin Brigitte Wenzel. Sie berichtete den Schweinehaltern vom Projekt der nordwestdeutschen Bauernverbände „100 000-Improvac-Eber“, bei dem das Verfahren bereits Fahrt aufgenommen hat.
Marilena Kipp
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