Die Blumenwiese der Landfrauen blüht weiter

Foto: Elke Krüger

Fotografin Elke Krüger ist Vorsitzende der Moerser Landfrauen. Auf der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort faszinierten sie die bunten Blumen aus recyceltem Material. „Ich fühlte mich auf der Laga gleich von der Blumen-wiese entlang der Sparkassen-Avenue angesprochen“, erzählt Elke Krüger. Insgesamt 90 stattliche Blumen aus zwölf verschiedenen Kreisverbänden der Landfrauen im Rheinland blühten um die Wette. Infotafeln zeigten, aus welchem Orts-, Bezirks- oder Kreisverband die Blumen stammten. „Alleine die Idee, aus recyceltem Material eine solche Blütenpracht zu machen, ist schon toll und herausragend“, so Elke Krüger. Das genaue Hinschauen lohnte, um das kreativ veränderte Ausgangsmaterial wie ausgediente Radkappen und aufgeschnittene PET-Flaschen, Eisenstangen, Hufeisen, Einwegbesteck, bunte Plastiktüten oder Besenstiele zu entdecken. Es wurde geschweißt, gebogen, mit Kabelbindern fixiert und gemalt, bis die jeweilige Blume das wunschgemäße Aussehen hatte. Das „Auspflanzen“ in Reih und Glied auf die Laga-Wiese krönte die Aktion der Landfrauen. Drei Tage investierte Elke Krüger, um die Blumen für die Ewigkeit festzuhalten.

Ihre Idee einer „After-Laga-Aktion“ fiel bei Renate Carstens, Geschäftsführerin des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV), auf fruchtbaren Boden. Die Blumenobjekte sind auf zwei verschiedenen Postern zu sehen, aber auch auf Postkarten. Aktuell wird das Material ausschließlich über die Ortsvereine vertrieben. Poster und Postkarten haben das Zeug zum Muntermacher, „sind dekorativ und für uns Landfrauen eine wunderschöne Erinnerung an eine tolle Ausstellungszeit, einen heißen Sommer mit vielen Begegnungen und Erlebnissen auf der Laga trotz Corona“, so Elke Krüger. Die Ortsvereine im Kreis Wesel übernahmen den Standdienst auf dem Forum Landwirtschaft, informierten über die Bienenwelt und das so brennende Thema Insektenschutz. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband lud unter dem Motto „Landwirtscha(f)ft für jeden Geschmack“ mit Kooperationspartnern zu weiteren Themen, wie Förderung der biologischen Vielfalt, Tierwohl und Bodengesundheit, ein.

Sabine Hannemann