Die EU wurde durchgezählt

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Der Austritt des Vereinigten Königreichs hat die Einwohnerzahl der Europäischen Union deutlich sinken lassen. Wie das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Weltbevölkerungstag am 11. Juli berichtete, zählten die jetzt 27 Mitgliedstaaten zum 1. Januar 2020 insgesamt schätzungsweise 447,7 Mio. Einwohner; das waren 12,8 % weniger als die 513,5 Mio. Einwohner in den 28 Mitgliedsländern ein Jahr zuvor. Dabei nahm die Population in der EU-27 im vergangenen Kalenderjahr um rund 900 000 zu, bedingt durch Migration. Die „natürliche Veränderung“ ist Eurostat zufolge seit 2012 in der Gemeinschaft negativ: 2019 standen 4,7 Mio. Verstorbenen nur 4,2 Mio. Geburten gegenüber. Deutschland weist mit 83,2 Mio. Einwohnern die größte Bevölkerungszahl unter den EU-Ländern auf, gefolgt von Frankreich mit 67,1 Mio., Italien mit 60,2 Mio., Spanien mit 47,3 Mio. und Polen mit 38,0 Mio. Zusammengenommen stellen diese fünf Mitgliedstaaten fast zwei Drittel der EU-Bevölkerung, wobei auf Deutschland 18,6 %, auf Frankreich 15,0 %, auf Italien 13,5 %, auf Spanien 10,6 % und auf Polen 8,5 % entfallen. Insgesamt 14 Mitgliedsländer haben einen Anteil zwischen 1 % und 5 %, während acht auf weniger als 1 % kommen.