Die Grunddüngung im Auge behalten

Foto: Tanja Iken

Unter Grunddüngung versteht man das Düngen der pflanzenbaulich relevanten Haupt- und Grundnährstoffe – mit Ausnahme des Stickstoffs, dem eine gesonderte Bedeutung beigemessen wird. Hauptsächlich werden mit der Grunddüngung die Nährstoffe Phosphor und Kali, Magnesium und Calcium angesprochen. Holger Fechner, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, legt in seinem Beitrag den Fokus auf Phosphat und Kalium und erläutert deren Bedeutung für die landwirtschaftlichen Kulturen.

Im Gegensatz zu den Nährstoffen Stickstoff oder Schwefel wird die Grunddüngung mit Phosphat und Kalium nicht jährlich, sondern im Zyklus der Fruchtfolge ausgeübt. Sie müssen nicht gezielt zur Kultur gegeben werden, sondern es reicht, wenn die Nährstoffdefizite über die Fruchtfolge kompensiert werden. In vielen Ackerbauregionen Deutschlands wurde die Düngung mit diesen beiden relevanten Nährstoffen nachweislich in den letzten Jahren vernachlässigt, sodass Ertragseinbußen die Folge sind. Dabei ist es mittel- und langfristig ökonomisch sinnvoll, die anzustrebende Gehaltsklasse C mit Hilfe einer Erhaltungsdüngung zu halten. In viehhaltenden Regionen werden die beiden Grundnährstoffe oftmals über die eingesetzten Wirtschaftsdünger in ausreichendem Maße zurückgeführt. Aber auch hier lohnen die Bodenanalyse und eine am Nährstoff ausgerichtete Düngung im Rahmen der Fruchtfolge. Die unterschiedlichen Wirtschaftsdünger stellen Mehrnährstoffdünger mit annähernd starren Nährstoffproportionen dar. Bei der Düngung mit Wirtschaftsdüngern begrenzt daher der Nährstoff die ausgebrachte Gesamtmenge, dessen Bedarf zuerst abgedeckt ist. Andere Nährstoffe können durchaus noch Mangel aufweisen.

Mehr in LZ 25-2016, S. 20