Diebstahl im Weinberg

Foto: Marilena Kipp

Mit ungewöhnlichen Diebstählen in ihren Weinbergen haben es derzeit die Winzer an der Ahr zu tun. Nach Angaben des dortigen Weinbauverbandes ist zunehmend festzustellen, dass illegal Weinblätter von den Rebstöcken entfernt werden. Einzelne Personen und auch Personengruppen hätten die Täter wiederholt auf frischer Tat dabei ertappt, wie sie versucht hätten, ­säckeweise gepflückte Rebblätter abzutransportieren, teilte der Verband mit. Die dabei sichergestellten großen Mengen ließen erahnen, dass mit dem Diebesgut vor allem Teile der Gastronomie, insbesondere der orientalischen Küche und des ­Lebensmittelhandels, beliefert werden sollten. „Das Ausmaß der Diebstähle hat in diesem Jahr noch einmal deutlich zugenommen. Man kann hier schon von einem professionell organisierten Vorgehen sprechen“, beklagte Verbandspräsident Hubert Pauly. Aus dem Kollegenkreis seien bereits mehr als 250 geplünderte Rebstöcke gemeldet worden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Die beobachteten Autokennzeichen der Diebesbanden ließen auf deren Herkunft aus dem Raum Köln-Bonn sowie dem Ruhrgebiet schließen.