In einem vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW geförderten Projekt haben der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV) und Pfeifer & Langen gemeinsam mit dem Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW zwischen März 2019 und Februar 2021 ein flächendeckendes digitales Monitoringnetz für Zuckerrübenschädlinge aufgebaut. Laut dem RRV sind die Rübenpflanzen seit dem Wegfall der neonicotinoiden Beizwirkstoffe 2019 oberirdisch Schädlingen wie Blattläusen, Rübenfliegen sowie Moosknopfkäfern schutzlos ausgeliefert. Speziell bereite die Grüne Pfirsichblattlaus dem Zuckerrübenanbau Probleme, da sie als Überträger der virösen Rübenvergilbung enorme wirtschaftliche Schäden verursachen könne. Im Sinne eines integrierten und gezielten Pflanzenschutzes sei ein frühzeitiges Monitoring der Virusvektoren unerlässlich geworden. Nach Angaben des RRV wurde NRW-weit 2019 auf 52 und 2020 auf 61 Zuckerrübenflächen ein Blattlaus-Monitoring durchgeführt. Je Standort wurden vier bis fünf Boniturstrecken (Zählstrecken) zu je 10 Pflanzen angelegt, die ein- bis zweimal wöchentlich bonitiert wurden. Die Anzahl der digitalen Zugriffe auf das Monitoring zeige, dass viele Landwirte das Blattlaus-Monitoring der Jahre 2019 und 2020 zur Bekämpfung der Blattläuse in den Zuckerrübenbeständen genutzt haben. Durch die aus dem Monitoring erhobenen Daten könnten Bekämpfungsmaßnahmen durch Flächenapplikationen mit Insektiziden gezielt gesteuert und auf das notwendige Maß beschränkt werden. Der Schlussbericht zum Projekt liegt nun vor und kann unter www.rrvbonn.de heruntergeladen oder auf Nachfrage als Druckversion in der RRV-Geschäftsstelle bestellt werden.
Digitalisiertes Monitoringsystem für Zuckerrübenschädlinge
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