Direktvermarktung

Liebe  Leserinnen, liebe Leser,

Direktvermarktung – ist das vielleicht eine Lösung? Die ein oder andere Landwirtsfamilie stellt sich derzeit die Frage, ob sie durch den Einstieg in die Direktvermarktung die Preismisere für Milch und Schweinefleisch auffangen kann. Zugegeben, die Direktvermarktung kann für Betriebe ein interessantes Standbein sein. Aber Direktvermarktung ist kein Job, der „nebenbei“ erledigt werden kann. Er ist etwas für Profis (siehe Artikel auf S. 26 und auf S. 66). Die Direktvermarkter müssen sich abheben, sich absetzen vom Lebensmitteleinzelhandel und den Billigdiscountern. Punkten kann der Ab-Hof-Verkauf dabei vor allem mit regionalen Produkten. Regionalität ist gefragt wie nie zuvor.

Natürlich müssen sich die Direktvermarkter auch auf Trends einstellen. Wie bindet man beispielsweise junge Leute an sich, die Kunden von morgen? Angesichts der steigenden Zahl an Ein- und Zwei-Personen-Haushalten werden halbfertige, vorgeschnittene oder vorgekochte Speisen immer beliebter. Und bei den jungen Leuten darf man auch die sozialen Medien nicht vergessen. Hier müssen rheinische Direktvermarkter vermehrt aktiv werben. Auch dem zunehmenden Wunsch nach Erlebniseinkauf müssen sie nachkommen. Viele rheinische Betriebe machen dies bereits und laden jedes Jahr zum Spargel- oder Kartoffelfest auf ihren Hof ein. Gerade das Rheinland ist durch seine Nähe zu vielen Verbrauchern geradezu prädestiniert für die Direktvermarktung. Das Marktinteresse an Produkten vom Hof ist groß und darauf können die Direktvermarkter auch zukünftig bauen, meint

Ihr LZ-Redaktion

E. Legge