Direktvermarktung gekonnt ausgebaut

Foto: Thomas Kühlwetter

„Für mich stand immer fest, dass ich in den Betrieb einsteige“, sagt Silvian Schulze-Weddige. Seit fünf Jahren führt er gemeinsam mit seiner Mutter Gut Holsterfeld in Salzbergen, einen Bio-Betrieb, in dem der Spargel schon seit vielen Jahrzehnten neben der Forstwirtschaft eine große Rolle spielt.

Silvan ist gerade 30, hat in Bonn Landwirtschaft studiert und sofort nach dem Ende des Studiums die Erdbeere als neue Kultur in den Betrieb eingeführt. Die LZ sprach mit Silvan Schulze-Weddige über die Herausforderungen von heute und morgen sowie über Themen, die den jungen Betriebsleiter, wahrscheinlich ähnlich wie viele seiner Berufskollegen und Berufskolleginnen, bewegen.

Zu Gut Holsterfeld gehören 90 ha Forst, circa 30 ha Spargel, ein Hotel, das mitsamt der Gastronomie durch einen Pächter bewirtschaftet wird, und ein Hofladen.

Silvans Bachelor-Arbeit hatte die zukünftige Entwicklung des Hofs zum Inhalt. Dabei wurde das Thema „Erdbeeren“ aufgeworfen. Also hielten mit Silvans Einstieg auch die Erdbeeren Einzug in den Anbauplan. Aktuell werden sie auf einer Fläche von 1,5 ha als intensive Kultur auf Doppeldämmen im Folientunnel angebaut. Im nächsten Jahr soll der Anbau auf 2 ha Fläche wachsen.

Und da in der kommenden Saison dann auch mehr Saisonkräfte im Erdbeeranbau benötigt werden, ist der Spargelanbau entsprechend ein wenig zurückgefahren worden. „Aber trotzdem haben wir einen höheren Platzbedarf für unsere Saisonalarbeitskräfte und überlegen, auf dem Hof eventuell ein Appartementgebäude zu errichten, was nach der Erntesaison an Monteure vermietet werden kann“, sagt Silvan.

Mehr in LZ 40-2023 ab S. 29