Nachdem die Kölner Rewe-Group und ihr Discounter Penny bereits im August diesen Jahres angekündigt haben, bis zum Sommer 2022 rund 95 % ihres konventionellen Sortiments an Schweinefrischfleisch auf deutsche Herkunft umzustellen, ziehen nun die beiden Discounter Aldi und Lidl nach. Aldi Nord und Süd teilten am Dienstag vergangener Woche mit, im Zuge ihres Programms „Haltungswechsel“ bis zum vierten Quartal 2022 bei konventionellem Schweinefrischfleisch das Sortiment konsequent auf das sogenannte „5xD“ umzustellen.
Jeder Schritt
Dies bedeute, dass zukünftig jeder einzelne Schritt der Wertschöpfungskette bei Schweinefrischfleisch – also Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung sowie Verarbeitung – in Deutschland stattfinden müsse. Ausgenommen hiervon seien nur internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filets und Tiefkühlartikel. Der erste Schritt der Kette – die Ferkelgeburt – finde derzeit auch noch in Nachbarländern statt. „Mit unserer Zusage zu ‚5xD‘ schließen wir eine Lücke und bekennen uns einmal mehr zur deutschen Landwirtschaft. Mit unserer frühzeitigen Ankündigung geben wir zudem allen Beteiligten der Wertschöpfungskette die nötige Planungssicherheit“, erklärte der Director Category Management bei Aldi Nord, Tobias Heinbockel.
Eine Zukunftsperspektive
Laut dem Director National Buying bei Aldi Süd, Erik Döbele, ist die Umstellung auf ausschließlich deutsche Herkunft ein weiterer wichtiger Baustein des Haltungswechsels. „Neben dem Bekenntnis zur Qualität aus Deutschland möchten wir den deutschen Ferkelerzeugern eine verlässliche Zukunftsperspektive für den Standort Deutschland geben“, erklärte der Manager.
Wettbewerber Lidl gab am gleichen Tag bei der Veranstaltung „Lidl Tierwohl-Dialog“ in Berlin bekannt, als erstes Handelsunternehmen bereits im ersten Quartal 2022 ein flächendeckendes Angebot von 5xD bei konventionellem Schweinefrischfleisch sowie auch Wurstwaren der Marke „Metzgerfrisch“ einzuführen.
AgE