Diskussion um Mindestpreise

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In Frankreich ist die Debatte um staatliche Eingriffe in die Preisbildung auf Agrarmärkten wieder aufgeflammt. Erste Stimmen aus den Reihen der Milchwirtschaft zeigen, dass nicht alle Akteure gegenüber der Idee aufgeschlossen sind. Der Präsident des Dachverbandes der Milchgenossenschaften (Coopération laitière), Pascal Le Brun, äußerte sich am Mittwoch vergangener Woche skeptisch. Man müsse darauf achten, dass Preise auf der Basis von Produktionskostenindikatoren nicht automatisch als ausreichend angesehen würden, so Le Brun. Nach seinen Worten stehen in der Milchwirtschaft bereits eine Reihe von branchenübergreifenden Indikatoren zur Verfügung. Möglicherweise könnten diese überarbeitet und modernisiert werden. Die genannten Indikatoren sind indes nicht unumstritten. Sie werden von der Interprofession der Milchwirtschaft (CNIEL) festgelegt und sind immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Skeptisch gegenüber Mindestpreisen zeigte sich auch der Fachverband der Milcherzeuger (FNPL). Die Branchenorganisation lehnt eine politische Untergrenze für Preise ab und will ausschließlich auf Indikatoren setzen. Auch auf politischer Ebene gibt es Bewegung. Das Linksbündnis NUPES kündigte an, zeitnah einen Gesetzentwurf über eine Untergrenze für Erzeugerpreise in die Nationalversammlung einzubringen.