DMK gegen Mengensteuerung

Kurzfristige Eingriffe in die Liefermengensteuerung wird es auf Seiten des Deutschen Milchkontors (DMK) nicht geben. Das haben die Genossenschaftsvertreter auf einer außerordentlichen Versammlung beschlossen. Wie das DMK Mitte vergangener Woche mitteilte, stimmten die 357 anwesenden Stimmberechtigten, die damit 85 % der von den Anteilseignern gewählten Genossenschaftsvertreter repräsentiert hatten, für eine Fortsetzung der von Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung des DMK verfolgten Gesamtstrategie. Damit stellten sie sich unter anderem gegen die Forderung mehrerer Milchbauern, die einen Tag zuvor vor dem DMK-Werk in Edewecht für eine Milchbremse nach dem Vorbild von FrieslandCampina und gegen die niedrigen Auszahlungspreise des DMK demonstriert hatten, die ihnen zufolge 13 Cent/l unter dem Niveau von Mitte 2014 liegen. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus äußerte sich enttäuscht zu den Ergebnissen der Versammlung. So seien „keine weitreichenden Beschlüsse“ gefasst worden, die auf eine „echte Verbesserung der Situation“ hinwirkten. Geholfen hätte seiner Meinung nach neben dem mengengesteuerten Molkereimodell auch eine Lockerung der Kündigungsfristen bei Lieferverträgen.