Doch zügige TTIP-Einigung?

Sowohl der amerikanische Landwirtschaftsminister Tom Vilsack als auch sein deutscher Amtskollege Christian Schmidt sehen noch Chancen für einen zügigen Abschluss der Verhandlungen zwischen den USA und der Europä­ischen Union über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Vilsack nannte nach einem Gespräch mit Schmidt am vergangenen Dienstag in Berlin einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten, in dem ernsthafte Fortschritte und ein Durchbruch möglich seien. Schmidt sprach in Anspielung auf die zu Ende gehende Regierungszeit der Obama-Administration von einem „Momentum, das es zu nutzen gilt“. Beide Ressortchefs betonten allerdings übereinstimmend, dass in den Verhandlungen „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ gehe. Sowohl Vilsack als auch Schmidt erklärten, dass sich beide Seiten in strittigen Punkten näher gekommen seien. Dies gelte für die Standards im Lebensmittelbereich ebenso wie für die regionale Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln. Unterdessen bekräftigte der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Haltung zu den TTIP-Verhandlungen. „Die in Europa etablierten Standards zu Lebensmittelsicherheit, Natur- und Umweltschutz sowie die sozialen Standards dürfen nicht angetastet werden“, sagte Verbandsvizepräsident Werner Hilse am vergangenen Donnertag im ZDF.