Die Frage nach dem Tierwohl, Diskussionen um Nitrat und das Einsparen von Klimagasen sind derzeit in aller Munde. Von vielen, die sich zu Wort melden, wird wie selbstverständlich angenommen, dass die Tierhaltung eine der größten Stellschrauben sei, um den Klimawandel aufzuhalten und das Grundwasser zu schützen. Alternative Produkte haben vom Reformhaus aus Einzug in Drogeriemärkte und Discounter gehalten, immer mehr Menschen ernähren sich „flexitarisch“, essen also bewusst weniger Fleisch als früher. Neben traditionellen Herstellern vegetarischer Kost bieten inzwischen auch klassische Fleischwarenhersteller Fleischersatz an. Pionier war 2014 die Rügenwalder Mühle. Das Unternehmen erzielte bereits 2015 20 % seines Umsatzes mit fleischlosen Produkten. Auch bei der diesjährigen Anuga war der Trend erkennbar: Von den zehn Start-up-Unternehmen, die sich hier präsentierten, brachten fünf Insekten-Produkte auf den Markt, zwei weitere sind auf pflanzliche Fleischersatzprodukte spezialisiert.
Kathrin Ernsting
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