Im Zuge der Schädlingsbekämpfung bringen immer mehr Landwirte in Deutschland Drohnen zum Einsatz. Diese Einschätzung teilt zumindest die BayWa AG. Der Konzern wies auf das steigende Interesse am Drohneneinsatz hin, insbesondere mit Blick auf den biologischen Pflanzenschutz beim Mais. Im Vertriebsgebiet habe sich die damit behandelte Fläche 2019 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Der Einsatz von Drohnen erfolgt laut BayWa in vielen Fällen zur Maiszünslerbekämpfung. GPS-gesteuerte Fluggeräte bringen dem Agrarkonzern zufolge Eier der Schlupfwespe im Feld aus. Die Geräte überquerten das Feld dabei nach festgelegten Routen und würfen in regelmäßigen Abständen automatisch Kapseln mit Schlupfwespeneiern ab. Die Hüllen bestünden mehrheitlich aus Zellulose oder Maisstärke und würden auf natürlichem Wege abgebaut. Die BayWa berief sich auf Aussagen von Landwirten, wonach der Drohneneinsatz eine einfache und effiziente Möglichkeit darstelle, den Aufwand von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Zum Zeitpunkt des Maiszünslerflugs stehe der Mais auf den Feldern nämlich schon drei Meter hoch. Führen Traktor und Pflanzenschutzspritze dann in den Bestand, seien Fahrschäden vorprogrammiert. Die Drohne schone dagegen Pflanzen und Umwelt und erledige die Arbeit in schnellem Tempo. Pro Tag können nach Angaben der BayWa zwischen 70 ha und 120 ha beflogen werden, abhängig von den Faktoren Schlaggröße, Anfahrtsweg zum Einsatzort und Witterung. Pro Hektar würden zweimal 110 000 Schlupfwespen im Abstand von zehn bis 14 Tagen ausgebracht. Auf einem 5 ha großen Maisfeld entspreche das insgesamt 1,1 Mio. ausgebrachter Schlupfwespen.