Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine Prognose zur Getreideernte in Deutschland nach unten korrigiert. In seiner am vergangenen Freitag vorgelegten, fünften Schätzung rechnet der Verband inklusive Körnermais nur noch mit einer durchschnittlichen Getreideernte von 47,47 Mio. t, rund 0,5 Mio. t weniger als im Juni. Grund für diese Anpassung sind vor allem niedriger angesetzte Hektarerträge bei Winterweizen und Wintergerste. Das Vorjahresergebnis von 48,80 Mio. t wird nach dieser Schätzung um 2,7 % unterschritten. Beim Winterweizen erwartet der Verband nun eine Erntemenge von 25,05 Mio. t. Dieses Ergebnis liege mit 4,3 % deutlich unter dem Vorjahreswert, entspreche aber immer noch dem fünfjährigen Mittel. Letzteres wird vom Statistischen Bundesamt (Destatis) mit 24,03 Mio. t angegeben. Das Wintergerstenaufkommen wird vom DRV mit 9,21 Mio. t um 4,4 % niedriger geschätzt als die Vorjahresmenge. 2015 war allerdings mit 9,63 Mio. t eine Rekordernte eingefahren worden. Die Erntearbeiten haben Mitte Juli in weiten Teilen Deutschlands begonnen. Aufgrund der Witterung gingen die Erwartungen bei Erträgen und Qualitäten weit auseinander.