Düngemittel: Stickstoff rückläufig

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Im Vergleich zum Vorjahr hat der Verkauf von Stickstoff- sowie weiteren mineralischen Düngern in Deutschland zugenommen. Der Grund dafür liegt in gesunkenen Einkaufspreisen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) haben die Absatzmengen im dritten Quartal 2023 gegenüber der Vorjahresperiode bei Kali um fast zwei Drittel auf 76 934 t und bei Phosphat um knapp ein Viertel auf 24 923 t zugelegt. Auch bei Stickstoff stieg die Verkaufsmenge seit langer Zeit wieder an – um 0,7 % auf 262 838 t. Ein Rückgang der Verkaufsmenge wurde jedoch bei Kalk verzeichnet, dort lag das Minus bei rund 8,7 % und damit bei 1,19 Mio. t. Bei Betrachtung des Zeitraums Januar bis September 2023 fällt auf, dass die Zuwächse im Vergleich zur Vorjahresperiode geringer ausfallen oder sogar Rückgänge zu verzeichnen sind. Im ersten Quartal lagen die Düngemittelpreise auf einem sehr hohen Niveau. Erst im zweiten Quartal ließen die Preise nach. Bei Kali nahm die Verkaufsmenge in den ersten drei Quartalen 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18,2 % auf 205 300 t zu. Bei Phosphatdüngern wurde ein Plus von 12,1 % auf 94 800 t festgestellt. Bei stickstoffhaltigen Düngern gab es dagegen einen Rückgang um 4,7 % auf 778 085 t. Langfristig gesehen setzt sich der Trend rückläufiger Mengen bei Stickstoffdüngemitteln weiterhin fort. Im Wirtschaftsjahr 2022/23 war die Absatzmenge auf einen Tiefstwert von 1 Mio. t gesunken. Auslöser für die sinkenden Einsatzmengen in der Landwirtschaft sind hohe Einkaufspreise, eine geringere Verfügbarkeit sowie die verschärften Düngeauflagen.