Die anhaltende Dürre hat nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) beim Körnermais massive Ertragsausfälle zur Folge. Gegenwärtig rechnet der Verband mit fast 600 000 t, die aufgrund von Hitze und Trockenheit verlorengehen dürften. „Das sind rund 15 % der ursprünglich prognostizierten Erntemenge“, erklärt DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. Der Verband veranschlagt das Körnermaisaufkommen jetzt auf nur noch 3,61 Mio. t, nach 4,07 Mio. im Juni und noch gut 4,3 Mio. t im Mai. Im vergangenen Jahr waren 4,44 Mio. t Körnermais eingebracht worden. Um die durch die Trockenheit entstehenden Lücken in der Futterversorgung zu schließen, dürften die viehhaltenden Betriebe laut Raiffeisenverband zusätzliche Flächen als Silomais abernten, die ursprünglich für die Körnermaisernte vorgesehen waren. Europaweit leide der Mais ebenfalls unter der Trockenheit; lediglich in der Ukraine sei die Ernteprognose angehoben worden. „Wir müssen uns beim Mais auf eine sehr enge Marktversorgung einstellen“, resümierte Seedler.