Bewährter Fachaustausch zwischen Wissenschaft, Beratung, Handel, Industrie und Praxis – dafür steht das Düsser Milchviehforum, das am 7. und 8. Februar im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse stattfindet.
Die Milchviehhaltung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Neben der Diskussion rund um das Tierwohl wird zunehmend auch die Bedeutung der Milchviehhaltung in Bezug auf die ökologischen Umweltwirkungen beziehungsweise auf den Klimawandel diskutiert. Im Fokus stehen dabei die Emissionen von Methan und vor allem auch Ammoniak, das in erster Linie entsteht, wenn Kot und Urin im Stall aufeinandertreffen. Welche Auswirkungen haben Haltung, Technik und Management auf die Umweltwirkungen und wie können zukunftsfähige Lösungen für umwelt- und tiergerechte Haltungskonzepte aussehen?
Im Rahmen des diesjährigen Düsser Milchviehforums wird darüber diskutiert, wie sich Tierwohl und Umweltwirkungen unter einen Hut bringen lassen und wie umsetzbare Konzepte und Wege hin zu einer emissionsärmeren Tierhaltung zu verwirklichen sind. Die große Herausforderung in dieser Diskussion ist, die konkreten Zielkonflikte in Bezug auf die weitere Optimierung von Tierwohl bei Reduzierung negativer Umweltwirkungen unter Berücksichtigung einer ökonomischen Milchviehhaltung zu vereinen.
Welche Bedeutung beziehungsweise welche Potenziale liegen in neuen Stallkonzepten? Was bringt der Kompostierungsstall? Wie ist der auf der DLG-EuroTier ausgezeichnete Bedding Cleaner einzustufen und welche Auswirkungen haben emissionsarme Laufflächen auf die Ammoniakemissionen? All diese Fragen werden thematisiert und besprochen.
Das Düsser Milchviehforum ist das Pendant zu den Düsser Milchviehtagen und findet im Wechsel mit diesen alle zwei Jahre im Februar statt. Während bei den Düsser Milchviehtagen die Demonstration und Präsentation neuer Technologien im Fokus stehen, sind es beim Düsser Milchviehforum die wissenschaftlichen Ansätze und Diskussionen aller Beteiligten über eine zukunftsfähige Milchviehhaltung.
Die Veranstaltung beginnt am 7. Februar um 10 Uhr und endet am 8. Februar gegen 14 Uhr. Interessenten sollten sich anmelden unter www.landewirtschaftskammer.de.
Andreas Pelzer, Landwirtschaftskammer NRW