Durchschnittliche Getreideernte erwartet

Die deutschen Bauern blicken mit Zuversicht auf die inzwischen begonnene  Getreideernte. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) vergangene Woche in Berlin mitteilte, lassen Umfragen unter den 18 Landesbauernverbänden zu den aktuellen Ertragsschätzungen eine Getreideernte von 47 Mio. t bis 48 Mio. t erwarten. Zwar würde demnach das Vorjahresergebnis von 48,9 Mio. t nicht erreicht; die Druschmenge würde sich aber im Bereich des fünfjährigen Mittelwertes von 47,2 Mio. t bewegen. „Ein im Vergleich zu den Vorjahren in weiten Teilen günstigerer Witterungsverlauf hat eine gut durchschnittliche Getreideernte he­ranwachsen lassen“, berichtete DBV-Präsident Joachim Rukwied bei einem Pressegespräch anlässlich des Beginns der Getreideernte. Die wirtschaftliche Situation der Ackerbaubetriebe sei wegen der niedrigen Preise für Getreide und Raps jedoch angespannt. Zudem gebe es regional Ernteschäden durch Unwetter, Starkregen oder Hagel, erklärte Rukwied. Derzeit seien bundesweit fast 200 000 ha davon betroffen, rund drei Mal so viel wie in anderen Jahren. Die Getreideanbaufläche ist dem Bauernpräsidenten zufolge mit insgesamt 6,4 Mio. ha gegenüber 2015 um gut 100 000 ha eingeschränkt worden.