EEG-Novelle: Gemeinsamer Protest

In seltener Einmütigkeit haben Naturschutz- und Landwirtschaftsverbände zusammen mit der IG Metall sowie den Branchenverbänden der Bio- und Windenergie für „die Rettung der Energiewende in Deutschland“ demonstriert. An bundesweit mehr als 100 Standorten warben Firmen und Verbände am Mittwoch vergangener Woche mit einer sogenannten Warnminute für einen weiteren dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien.

Maßgeblich getragen wurde die Aktion vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE); beteiligt waren der Deutsche Bauernverband (DBV), der Bundesverband Bioenergie (BBE), der Fachverband Biogas (FvB), der Biogasrat+, der Bundesverband Solarwirtschaft und der Bundesverband Windenergie; ferner nahmen zahlreiche Unternehmen daran teil. „In großer Sorge um die Fortsetzung der Energiewende“ warben die Akteure gemeinsam für „eine Dynamisierung des Ausbaus erneuerbarer Energien und die Sicherung von Beschäftigung, Technologieführerschaft und Exporterfolgen“. Der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Hemmerling, erinnerte daran, dass gerade im ländlichen Raum die Bioenergie mit ihren bundesweit rund 120  000 Arbeitsplätzen für Beschäftigung und Wirtschaftskraft sorge. Der aktuelle Entwurf für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gehe in die falsche Richtung, betonten die Veranstalter der Warn­minute „5 vor 12“.