Zahlreiche Mahnfeuer brannten auch in der vergangenen Woche im Rheinland, um auf die Sorgen und Nöte der Bauern aufmerksam zu machen, so zum Beispiel im Kreis Düren und in Erftstadt. Die beteiligten Landwirte wollten dabei mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.
Das Mahnfeuer der Erftstädter Landwirte war am Dienstagabend vergangener Woche zu sehen. Rund 40 Landwirte waren mit rund 35 Schleppern in den Abendstunden zusammengekommen, um mit dem Feuer auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Erftstädter Landwirte hatten zu ihrem Mahnfeuer auch die Verbraucher eingeladen, um ihnen persönlich die Situation zu erklären und um mit ihnen in den Dialog zu kommen.
„Wir wehren uns nicht gegen Insektenschutz und eine straffere Düngeverordnung“, sagte etwa Landwirt Jörg Höffsümmer aus Erftstadt-Ahrem. Wichtig sei jedoch, dass die Auflagen europaweit greifen. Für alle Landwirte in Europa sollten die gleichen Bedingungen herrschen. Wenn das Agrarpaket jedoch so wie jetzt angedacht nur in Deutschland umgesetzt wird, dann hätten die deutschen Landwirte einen sehr schweren Stand im internationalen Wettbewerb. „Dann geht es den Landwirten hier an den Kragen“, ergänzte Landwirt Martin Richarth aus Dirmerzheim. Zu schaffen macht ihnen aber auch das Freihandelsabkommen mit Südamerika, das Rindfleisch, Gemüse, Obst und Soja ohne Zoll nach Europa einführen darf. „Damit wird die europäische Landwirtschaft verheizt“, kritisierte Landwirt Peter Möltgen abschließend. Margret Klose/ah