Ein guter Rapsbestand lässt Unkräuter verblassen

Foto: Günter Klingenhagen

Wie sich ein Rapsbestand entwickelt, hängt schon mit der Ernte der Vorkultur zusammen. Eine angemessene Strohverteilung und Bearbeitung der Fläche fördert einen gleichmäßigen Auflauf und reduziert Schädlinge. Was zu beachten ist, erklärt Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer NRW.

 

Nach der Getreideernte ist eine gute Strohverteilung wichtig, um die neue Rapssaat zu begünstigen. Kommen die Mähdrescher hier an ihre Grenzen, verbessert ein Hochschnitt mit anschließendem Mulchen die Verteilung des Strohs. Soll das Stroh in den Boden eingearbeitet werden, kommt es auch auf eine gute Zerkleinerung an. Liegt das Stroh hingegen gehäuft, zum Beispiel in Windrichtung, beschränken sich die Möglichkeiten der Nachverteilung, zum Beispiel mit Strohstriegeln, auf Werte die meist unter einem Meter liegen.

 

Saat nach Pflugfurche

 

Das Problem, dass Stroh und Spreu den Auflauf und das Wachstum von Raps im frühen Jugendstadium hemmen, tritt bei der Saat nach dem Pflügen nicht auf. Zumindest ein zügiger und gleichmäßiger Auflauf des Rapses ist bei ­diesem Verfahren gewährleistet. Auch Mäuse und Schnecken werden durch die Pflugfurche bei anschießender Rückverfestigung des Bodens deutlich reduziert. Bodenverdichtungen werden bis zur Pflugsohle beseitigt.

 

Bei Trockenheit ist die Saat, bei der die Drille dem Pflug auf den Fersen bleibt, eine Möglichkeit, Restfeuchte im Boden für einen gleichmäßigen Auflauf zu nutzen. Ausfallgetreide spielt zunächst allenfalls an den Einsatzstellen des Pflugs eine Rolle. Der Nachteil dieses Systems ist Anfälligkeit von frisch gepflügten Flächen gegenüber Erosion. Die vorhandene Stabilität und auch die Drainage über Regenwurmgänge wird durch die Drehung des Bodens zerstört.

 

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