Hitze und Trockenheit machten dem Mais in NRW in diesem Jahr erheblich zu schaffen. Zuletzt litt besonders die Kornfüllung in den Beständen. Wie die Sorten in den Landessortenversuchen mit Körnermais damit zurechtkamen und welche Sorten empfehlenswert sind, erläutern Norbert Erhardt und Claudia Tendyck, Landwirtschaftskammer NRW.
Trocken von Anfang bis Ende – so lässt sich die Maisvegetation 2022 für Nordrhein-Westfalen knapp zusammenfassen. Im Detail stellen sich die Zusammenhänge aber doch noch anders dar als im extrem trockenen Sommer 2018. So gab es, abgesehen von lokalen Ausnahmen, doch mehr Regen in den für das Maiswachstum wichtigen Monaten Juni und Juli. Darüber hinaus wurde es bis zum August nicht so heiß wie 2018. Insbesondere die Nachttemperaturen fielen anfangs deutlich moderater aus. Die eigentliche Hitze kam im August, was der Maisvegetation bei dann ausbleibendem Regen unabhängig vom Saattermin verbreitet ein vorzeitiges Ende bereitete.
Bei vergleichsweise frühen Blühterminen um Mitte Juli blieben den Beständen oftmals nur sechs Wochen für die Kornfüllung. Auf Standorten mit leichten und flachgründigen Böden kam es im Vorfeld schon zu Befruchtungsstörungen, da der Abstand zwischen männlicher und weiblicher Blüte, also der Pollenschüttung und dem Erscheinen der Narbenfäden unter Trockenstress, zu weit auseinanderging. Auf Extremstandorten, insbesondere nach Vornutzung der Zwischenfrucht, blieben einzelne Bestände auch schon im Längenwachstum stecken.
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