Über den Besuch von Marc Brühne, Referent im NRW-Landwirtschaftsministerium, freuten sich die Kooperationsberaterin des Kreises Düren Melanie Dormagen und der Kooperationsberater Reinhold Fichtner. Anfang August konnten sie zusammen mit Josef Schmitz, Leitung Sachbereich Wasserschutz, Referent Kooperativer Wasserschutz der Landwirtschaftskammer NRW, ihre Arbeit vorstellen. Die Exkursion begann im Kooperationsgebiet Vettweiß-Lüxheim. Nach Vorstellung der Kooperation und der Besichtigung der Projektfläche „Durchwachsene Silphie“ erläuterte Melanie Dormagen deren Anbau mit allen dazugehörigen Schwierigkeiten, die diese Dauerkultur in einer ackerbaulich intensiven Region mit sich bringt.
Weiter ging es dann zur Kooperation nach Kreuzau. Hier wurde dem Referenten aus dem Ministerium ein Extensivierungsgebiet vorgestellt, das mit einzelnen Maßnahmen aus dem Vertragsnaturschutz verbunden ist. Die Betriebe wurden im Vorfeld sehr intensiv beraten, wie Reinhold Fichtner erläuterte. Der nächste Anlaufpunkt war in der Nähe von Frangenheim. Landwirt Guido Krabbel, langjähriges Mitglied und Beisitzer der Kooperation Vettweiß-Lüxheim, gab Brühne einen direkten Einblick in die Landwirtschaft. Intensives Diskussionsthema war die nitratbelastete Kulisse mit ihren Einschränkungen und Vorgaben für die Düngung. Krabbel informierte über seine Düngestrategie, deren Umsetzung mit den Vorgaben der Düngeverordnung und Landesdüngeverordnung eine Herausforderung darstellt. Der Landwirt versucht den Einsatz von stickstoffhaltigen Düngemitteln anhand der Nmin-Proben, die im Rahmen der Kooperation gezogen und finanziert werden, zu planen und zu minimieren.
Zu guter Letzt stellte Junglandwirt Philipp Müller ein Beispiel aus der Praxis vor. Er gab einen Überblick über die Arbeitsweise eines Flachgrubbers, der bei der konservierenden Bodenbearbeitung eingesetzt wird. Für die Kooperationen im Kreis Düren ist die konservierende Bodenbearbeitung auch für den Rohwasserschutz von besonderer Bedeutung.