Einen Durchbruch bei der angestrebten Beendigung des Tötens männlicher Küken hat das Bundeslandwirtschaftsministerium vermeldet. Mit dem von der Rewe-Tochter Seleggt und der Universität Leipzig entwickelten Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brutei werde Deutschland zum „Vorreiter und Treiber“ beim Tierwohl in Europa, sagte Ressortchefin Julia Klöckner. Sie räumte zugleich ein, dass zwar die Marktreife, nicht jedoch die Serienreife des neu entwickelten Verfahrens für eine nicht-invasive Geschlechtsbestimmung im Ei erreicht sei. Sobald allen Brütereien die Methode zur Verfügung stehe, gebe es aber keine Rechtfertigung mehr für das Kükentöten, so Klöckner. Die REWE Group bietet diese Eier seit vergangener Woche in ihren Rewe- und Penny-Märkten in Berlin an. Im Laufe des nächsten Jahres soll das Angebot nach und nach auf Märkte in ganz Deutschland ausgedehnt werden. Ab 2020 soll auch ersten Brütereien das patentrechtlich geschützte Verfahren zur Nutzung angeboten werden. Seleggt-Geschäftsführer Dr. Ludger Breloh kündigte an, den Brütereien die Geschlechtsbestimmung als Dienstleistung kostenneutral zur Verfügung stellen zu wollen. Für die Refinanzierung werde man eine Lizenzgebühr vom Endverkäufer einfordern.