Enorme Unterschiede bei Landpreisen

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In der EU liegen die Kaufpreise für Agrarland nach wie vor sehr weit ausei­­nan­der. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) über siebzehn untersuchte EU-Mitgliedstaaten für das Jahr 2021 hervor. Zusätzlich wurden die Daten von Italien und den Niederlanden aus dem Jahr 2020 aufgenommen. Die Spannweite der durchschnittlichen Kaufpreise für einen Hektar Ackerland reichte im Jahr 2021 von 3 661 € in Kroatien bis zu 47 290 € in Luxemburg. Übertroffen wird das obere Preisniveau noch von den Niederlanden; dort wurde 2020 sogar ein durchschnittlicher Wert von 71 225 €/ha verzeichnet. Nach Angaben der EU-Statistiker waren für acht EU-Länder – darunter Deutschland, Belgien und Österreich sowie Portugal – keine Daten über Landpreise verfügbar. Auf regionaler Ebene entfielen die höchsten Preise für Ackerland auf die spanische Region der Kanarischen Inseln. Hier lag der Durchschnittspreis bei 120 477 €/ha. Das Schlusslicht bildete die schwedische Region Övre Norrland mit durchschnittlich 1 882 €/ha. Der durchschnittliche Preis für einen Hektar Dauergrünland reichte im Jahr 2021 von 1 423 € in Bulgarien bis zu 41 930 € in Luxemburg. Im Jahr davor hatte der Dauergrünlandpreis in den Niederlanden sogar einen Spitzenwert von durchschnittlich 59 065 €/ha erreicht. Wie die Statistiker weiter berichten, hängt die Höhe der Grundstückspreise von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Genannt werden in diesem Zusammenhang nationale Faktoren wie Gesetze sowie regionale Faktoren wie Klima und Infrastruktur. Eine Rolle spielten auch lokale Produktivitätsfaktoren wie die Bodenqualität, Hanglage oder Entwässerung des Lands.