Erbschaftssteuerreform: BDL fordert Planungssicherheit

Im Hinblick auf den sich derzeit im Vermittlungsausschuss befindlichen Gesetzentwurf zur Reform der Erbschaftssteuer hat der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) „eher heute als morgen“ Planungs- und Rechtssicherheit gefordert.

Die Reform dürfe junge Betriebsnachfolger nicht in ihren Handlungsspielräumen einschränken und müsse schnell auf den Weg gebracht werden, betonte die BDL-Vorsitzende Nina Sehnke im Vorfeld der Behandlung der Novelle im ­Vermittlungsausschuss, die für den 8. September vorgesehen ist. Sie befürchtet, dass ansonsten das Bundes­verfassungsgericht eine Übergangsregelung beschließen könnten, die sich nachteilig für die Junglandwirte auswirken könnte. „Wir brauchen eine unbürokratische Erbschaftssteuerregelung, die zur Landwirtschaft passt und Junglandwirten Planungssicherheit gibt“, stellte Sehnke klar. Jungen Menschen, die Verantwortung übernähmen und die Landwirtschaft gestalten wollten, die ihre ­Betriebe zukunftsfit machen und investieren wollten, dürften mit der Erbschaftssteuer keine Steine in den Weg gerollt werden. Die BDL-Vorsitzende wies da­rauf hin, dass viel Mut dazugehöre, einen Betrieb in der nächsten Generation weiterzuführen. Vor diesem Hintergrund ­seien klare und junglandwirtefreundliche Regeln zu begrüßen, die keinen Berg an Bürokratie nach sich zögen. Für die unternehmerische Freiheit sei es wichtig, dass die Betriebsvermögen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe ­verschont blieben.