Erfolgreich gegen Hasskommentare im Netz

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Wichtige Erfolge kann der Deutsche Jagdverband (DJV) im Kampf gegen Hasskommentare in den sozialen Medien verbuchen. Wie der Verband mitteilte, war im Frühjahr 2018 eine Jägerin, die sich auf Facebook unter dem Pseudonym „Waidfräulein“ eine eigene Seite angelegt hatte, innerhalb von nur zwei Tagen mit mehr als 2 000 Hasskommentaren überschüttet worden. Daraufhin war der DJV zusammen mit dem Experten für Internetkriminalität, Dr. Heiko Granzin, gegen die Verfasser dieser Kommentare vorgegangen. Mittlerweile seien mehr als 50 Fälle erfolgreich abgeschlossen worden; weitere Verfahren liefen noch. Neben Unterlassungserklärungen habe es über ein Dutzend straf- und zivilrechtliche Verurteilungen gegeben. Die dingfest gemachten Hasskommentatoren hätten insgesamt mehrere 10 000 € für ­Strafen und Verfahrenskosten zahlen müssen. „Wir raten jedem, der von Hasskriminalität im Internet betroffen ist: Beweise sichern und Anzeige erstatten“, erklärte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Es brauche einen langen Atem, aber Straftäter müssten lernen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei. Künftig könnte es leichter werden, sich gegen Hassrede im Internet zu wehren, denn der Bundestag ­habe Mitte Juni ein Gesetz gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität verabschiedet; in Kraft sei es aber noch nicht getreten.