Erfolgreiche Integration von Zwischenfrüchten

Foto: Joachim Bischoff

Zwischenfrüchte sind wichtig für die Bodenfruchtbarkeit, die Lebendverbauung zu wasserbeständigen Bodenaggregaten und den Aufbau der Bodenstruktur. Nur geschlossene Zwischenfruchtbestände und eine vollständige Bodenbedeckung wirken unkrautunterdrückend. Joachim Bischoff, Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau in Bernburg, erklärt, worauf es beim Zwischenfruchtanbau ankommt.

 

Als Zwischenfrüchte werden alle Feldfrüchte bezeichnet, die zwischen zwei Hauptkulturen zur Bodenverbesserung, zur Gründüngung oder zu Futterzwecken angebaut werden. Zwischenfrüchte lassen sich auf verschiedene Arten in die Fruchtfolge integrieren. Formen des Zwischenfruchtanbaus sind Sommerzwischenfrüchte als Stoppelsaaten, Untersaaten und Winterzwischenfrüchte. Bei der Sommerzwischenfrucht als Stoppelsaat erfolgt die Aussaat sofort nach der Ernte der Hauptfrucht, zum Beispiel Weißer Senf, Ölrettich, Rübsen, Blaue Bitterlupine, Felderbse, Rauhafer, Buchweizen, Phacelia, Ackerbohne, Sommerwicke oder Sonnenblume. Eine Untersaat erfolgt in eine etablierte Hauptfrucht, das sind langsam wüchsige Gräser wie Wiesenschwingel oder Lieschgras, Kleearten oder Serradella in Getreide oder Mais. Winterzwischenfrüchte sind Grünschnitt- oder Futterroggen, Landsberger Gemenge wie Inkarnatklee, Welsches Weidelgras oder Winterwicken, Klee- oder Luzernegras.

 

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