elungene Präsentationen der Studierendenprojekte am Tag der offenen Tür der Fachschule für Agrarwirtschaft in Köln-Auweiler
Bereits seit Anfang November waren die 92 Studierenden der Fachschule für Agrarwirtschaft in Köln-Auweiler fleißig in der alljährlichen Projektwoche mit 20 sehr unterschiedlichen Projektthemen beschäftigt. Statt des regulären Unterrichts hatten die Studierenden in der Projektwoche Zeit, in Projekten ihr Fachwissen und auch die ein oder andere praktische Fähigkeit sowie die regionale Vernetzung auszubauen.
Eine Projektgruppe der Oberstufe nutzte die Zeit, um die Herbizidstrategie für Rüben und Mais im Betrieb durch den Bau einer Hacke zur Beikrautregulierung zu optimieren. Das Team, bestehend aus Bastian Schneider, Simon Koch, Tobias Katzmann und Cedric Offermann, setzte sich als Ziel, die Eigenmechanisierung des Betriebs zu stärken, perspektivisch Pflanzenschutzmittel einzusparen und gleichzeitig neue Vermarktungswege über alternative Erzeugergemeinschaften zu erschließen. Nach einer ausgedehnten Bauphase konnte das Team beim Tag der offenen Schule am 8. November erfolgreich sein abgeschlossenes Projekt präsentieren.
Kilian Matzerath, Felix Thelen, Simon Cremer und Markus Kradepohl aus der Oberstufe fanden sich mit Jana Judenau und Johannes Kreuels aus der Unterstufe zusammen, um eine günstige und zeitsparende Methode zur Flächenvermessung und Suche nach Grenzsteinen zu entwickeln. Die sechs Studierenden bauten dabei erfolgreich einen GPS-Grenzsteinfinder, der nicht nur Grenzsteine anhand von Katasterkarten mit hoher Genauigkeit markieren kann, sondern auch gleichzeitig die gesammelten Daten auf das Lenksystem des Ackerschleppers überträgt. Mit diesem praxisorientierten Projekt konnte die Gruppe ihr drängendes Problem kosteneffizient lösen.
Neben Bauprojekten für den Ackerbau kam auch der Bereich Tierhaltung in der Projektwoche nicht zu kurz. Nina Jörgens, Mark Hielscher, Paul Boes, Lea Müller und Justus Münster erarbeiteten sich den umfassenden Bereich der Eutergesundheit. Dafür besuchten die Studierenden einen Betrieb, der trotz Ubac- Impfung gegen Streptococcus uberis
den Keimgehalt der Milch nicht nachhaltig reduzieren konnte. Die Ausarbeitung der Gruppe ergab, dass für diesen Betrieb Managementmaßnahmen wie die Zwischendesinfektion des Melkzeuges effektiver den Keimgehalt in der Milch reduzieren und die Eutergesundheit der Tiere stabilisieren würde, als eine Impfung es bisher getan hatte.
Auch sehr aktuelle Themen wie der Anbau und die Nutzung neuer Feldfrüchte weckte das Interesse der Studierenden in der Projektwoche. So befassten sich Marvin Bienias, Hannah Borchard, Paul Dohmen, Alexander Köhl und Luis Siller aus der Unterstufe mit dem Multifunktionsrohstoff Hanf. Besonders das Potenzial der Hanfpflanze hinsichtlich ihrer Absatzmöglichkeiten, Auflagen für den Anbau und Fruchtfolgegestaltung erwies sich als spannendes Projektthema, das am Tag der offenen Schule zahlreiche Besucher in den Vortrag des Teams lockte.
Neben diesem kleinen Ausschnitt aus den insgesamt 20 Projekten bearbeiteten die Studierenden der Fachschule Köln-Auweiler eine große Vielfalt und Bandbreite an Themen. Der Abschluss der Projektwoche war kurz darauf der Tag der offenen Tür am 8. November. Dank vieler neugieriger Besucher konnte die Fachschule mit den Projektpräsentationen Einblicke in das Fachschulleben geben und sorgte für angeregten Austausch.
Sie haben Interesse, sich an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Köln-Auweiler zu bewerben? Alle wichtigen Informationen gibt es unter www.landwirtschaftskammer.de/schulen/koeln oder unter Telefon: 02 21/53 40-2 20. Anmeldungen für das kommende Schuljahr werden bis zum 28. Februar entgegengenommen.
Gesa Schmidt