Von Juli bis September 2023 wurden in Nordrhein-Westfalen fünf Ergänzungsfutter für Schweine vom Verein Futtermitteltest (VFT) beprobt, untersucht und bewertet.
Die Futterproben stammten von vier Mischfutterwerken. Im Einzelnen handelte es sich um zwei Ergänzungsfutter für Mastschweine, ein Ergänzungsfutter für Zuchtsauen und zwei Ergänzungsfutter für Ferkel. Die deklarierten Rohproteingehalte bei den Mastergänzern lagen bei 26,0 und 36,0 % Rohprotein, die Lysingehalte bei 2,70 und 3,40 % sowie die Methioningehalte bei 0,65 und 0,85 %.
Das Ergänzungsfutter für Zuchtsauen wies laut Deklaration einen Rohproteingehalt von 27,5 %, einen Lysingehalt von 2,0 % sowie einen Methioningehalt von 0,53 % auf. Die Gehalte in den zwei Ergänzungsfuttern für Ferkel lagen laut Deklaration bei 22,5 und 31,5 % Rohprotein, 2,85 und 3,40 % Lysin sowie 0,82 und 1,10 % Methionin.
Nur für ein untersuchtes Ergänzungsfutter war ein Energiegehalt deklariert. Diese Angabe vereinfacht es dem Landwirt, einen gezielten Futtereinsatz über die Berechnung des Energiegehalts für die Futtermischung oder eine genaue Futterzuteilung auf Basis einer betriebs- und leistungsbezogenen Futterkurve zu erreichen.
Die deklarierten Calcium- und Phosphorgehalte aller Ergänzer schwankten aufgrund der unterschiedlichen Einsatzbereiche und Mischungsanteile von 0,98 bis 2,45 % Calcium und von 0,72 bis 1,00 % Phosphor.
Allen Ergänzern wurde zur besseren Verwertung des pflanzlich gebundenen Phosphors mikrobiell hergestellte Phytase zugesetzt. Dies ermöglicht ein geringeres Brutto-Phosphorangebot und niedrigere Brutto-Calciumgehalte, weil eine höhere Verdaulichkeit des Phytin-Phosphors eine geringere Phosphor-Ergänzung aus anorganischen Quellen gestattet. Bei Öko-Ergänzern ist der Zusatz von Phytase nicht erlaubt.
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